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In dieser Rubrik stellen wir Ihnen neueste Ergebnisse aus der Fachliteratur vor.
Schnarchen als Gesundheitsrisiko
Schnarchen kommt in verschiedenen Ausprägungen vor.
In seiner stärksten Ausprägung können Atemstillstände infolge vollständigen Zusammenfallens des Rachens von 30 Sekunden und mehr auftreten. Solche Atemstillstände können bis zu 100 mal pro Nacht auftreten, wodurch der Schlaf stark beeinträchtigt ist. Diese extreme Ausprägung des Schnarchens verbunden mit Atemstillständen nennt man obstruktives Schlafapnoe-Syndrom (OSAS). Bei einer Schlafapnoe erleidet der Schlafende einen massiven Sauerstoffmangel. Dieser führt zu einer Weckreaktion mit Adrenalinausschütung, Blutdruck- und Herzfrequenzanstiegen. Die überwiegende Zahl der Stressreaktionen läuft für den Betroffenen unbemerkt im Schlaf ab.
Schwerwiegendere Schnarchleiden können, sofern sie langfristig auftreten und nicht erkannt werden, Beeinträchtigungen am Herz- und Kreislaufsystem (Bluthochdruck) mit Erhöhung des Infarkt- und Schlaganfallrisikos nach sich ziehen.
Nach Auffassung der Gesellschaften für Schlafforschung und Schlafmedizin kommen vor allem zwei Behandlungsmethoden erfolgreich zum Einsatz:
Eine Kiefer-Protrusionsschiene wird durch den Kieferorthopäden angepasst. Sie ähnelt einer Zahnspange. Sie hält den Unterkiefer im Schlaf in einer vorgeschobenen Lage, sodass die Zunge nicht zurückfallen und die Atemwege blockieren kann. Nach einer Eingewöhnung von 14 Tagen liegt der Wirkungsgrad liegt bei 50-100% Schnarchreduktion.
Eine nächtliche Überdruckbeatmung mit einer Maske (CPAP-Behandlung) ist geeignet, den Druck in den Atemwegen zu erhöhen, einen Kollaps der Atemwege zu verhindern und dadurch das Schnarchen zu unterdrücken. Die Anfertigung erfolgt durch Zentren für Schlafmedizin, Hals-Nasen-Ohrenärzte und Lungenfachärzte.
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